Schaukasten Juli

Gott spricht: „Ich helfe dir...“ (Die Bibel, Jesaja 41 Vers 10)

 

Im Matthäusevangelium, Kap. 15, lesen wir von einer Frau, die zu Jesus Christus kam. Sie bat ihn: „Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! meine Tochter ist schlimm besessen.“ Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Seine Jünger sprachen: „Entlass sie, denn sie schreit hinter uns her.“ Dann sprach Jesus zu der Frau, dass er nur gesandt ist für sein Volk Israel, denn sie war eine Fremde. Doch erneut bat sie ihn, indem sie sich vor ihm niederwarf und sprach: „Herr hilf mir!“ Ein drittes Mal schien es, als würde Jesus Christus unwillig sein, ihr zu helfen und sprach: „Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hündlein hinzuwerfen.“ Doch diese Frau ließ nicht davon ab, ihn zu bitten. Ihre Not war so groß, dass kein Raum war für Stolz oder Beleidigtsein. Sie sprach: „Ja, Herr; denn es essen ja auch die Hündlein von den Brosamen, die von dem Tische ihrer Herren fallen!“

 

Doch nun sprach Jesus: „O Weib, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.“

 

Diese Geschichte aus der Bibel passt eigentlich gar nicht in unsere moderne Weltanschauung, des selbstbewussten Menschen heutiger Tage. Wir nehmen es natürlich wohlwollend an, dass Gott uns helfen will. Da hat wohl niemand etwas dagegen. Man nimmt es zur Kenntnis, um in notvollen Zeiten Gottes Hilfe in Anspruch nehmen können.

 

Doch der zweite Inhalt der Geschichte schmeckt uns gar nicht. Wir sind förmlich empört, dass Jesus Christus dieser fremden Frau nicht sofort ihre Bitte erfüllt hat. Und doch liegt gerade darin der Schlüssel, um die Hilfe Gottes im eigenen Leben zu erfahren.

 

Was können wir lernen von dieser Frau? Zwei wichtige Dinge: Erstens: sie anerkannte, dass sie als Fremde kein Recht hat auf die Hilfe des Gottes Israel. Und Zweitens: Sie glaubte dennoch, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, auch ihr helfen kann, helfen will und helfen wird.

 

Was heißt das für uns? Es heißt, dass wir kein Recht haben auf Gottes Hilfe, wegen unserer Sünden. Unsere Sünden trennen uns von Gott. Und all unsere Probleme und Nöte sind Folgen der Sünde und unserer Schuld vor Gott. Und Schuld erfordert Strafe und Bezahlung. Doch wir haben kein Mittel, um unsere Schuld vor Gott zu bezahlen. Aber Jesus Christus, der Sohn Gottes hat mit seinem Tod am Kreuz alle unsere Sünden wieder gut gemacht, gesühnt. Wenn wir an ihn und an sein Opfer vom Kreuz glauben, empfangen wir die Vergebung unserer Schuld und Frieden mit Gott.

 

Wir haben kein Recht auf die Hilfe Gottes. Aber an dieser Frau sehen wir, dass Jesus Christus jedem seine Gnade schenkt, der sich vor ihm demütigt. Sein scheinbares Zögern, der Frau zu helfen, war gewiss kein anfänglicher Unwille seinerseits, eine Laune oder eine Wankelmütigkeit seines Wesens. Nein, sondern Jesus Christus stellt uns vielmehr den Glauben dieser Frau als Vorbild dar. Sie ließ nicht ab und glaubte, dass er ihr helfen wird, entgegen aller Widerstände. Und sie wurde nicht enttäuscht, weil sie fest glaubte. Und Jesus sprach am Schluss: „Dein Glaube ist groß.“ Der Glaube an die Liebe Gottes ist es, die uns mit ihm verbindet. An dieser Frau sehen wir, was Glaube ist.

 

Lieber Leser, auch heute noch ist Jesus Christus derselbe. Schon im Alten Testament hatte Gott gesagt: „Ich helfe dir“ (Jesaja 41,10). Diese Zusage gilt auch Ihnen. Kommen Sie im Glauben zu Jesus Christus und nehmen ihn beim Wort und bitte ihn um Vergebung Ihrer Sünden. Und er wird Ihnen vergeben, Frieden mit Gott, das ewige Leben und auch alle weitere Hilfe schenken.

Bitte lesen Sie die Bibel!